Gesetzliche Änderungen für Unternehmen

Diese Gesetzesänderungen erwarten Sie 2020

Auch im neuen Jahr kommen in Deutschland einige gesetzliche Änderungen auf Unternehmen zu. Befassen Sie sich frühzeitig mit den Neuregelungen im Jahr 2020. Denn so vermeiden Sie Gesetzesverstöße und erfahren rechtzeitig von neuen Vergünstigungen, von denen Ihr Unternehmen profitieren könnte. Bei Ihrer Landbank Horlofftal eG erfahren Sie mehr zu den Gesetzesänderungen.

Gesetzliche Änderungen 2020 für Unternehmen

Gesetzliche Änderungen beim Mindestentgelt

Allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn

Zum 1. Januar 2020 hebt die Bundesregierung den gesetzlichen Mindestlohn an. Für Arbeitgeber bedeutet dies, dass sie ab dem neuen Jahr ihren Arbeitnehmern mindestens 9,35 Euro pro Stunde zahlen müssen. Das gilt für alle Branchen. Ausgenommen von der gesetzlichen Lohnuntergrenze sind zum Beispiel Praktikanten während eines Pflichtpraktikums, Minderjährige ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung oder auch ehrenamtlich Tätige.

Mindestausbildungsvergütung

Der Bundesagentur für Arbeit zufolge erhalten etwa 115.000 Auszubildende von ihren Arbeitgebern weniger als 500 Euro brutto im Monat. Ab 2020 soll es jedoch erstmals in Deutschland eine Mindestausbildungsvergütung geben. Im ersten Ausbildungsjahr müssen Arbeitgeber ihren Azubis demnach monatlich mindestens 512 Euro zahlen, im vierten Jahr sogar 721 Euro. In den kommenden Jahren ist mit weiteren Erhöhungen zu rechnen.

Gesetzliche Änderungen für Dienstwagen, Dienstrad und Bahn

Dienstfahrräder, Elektro- und Hybridfirmenwagen

Seit dem 1. Januar 2019 müssen Arbeitnehmer ihre Elektro- oder Hybridfirmenwagen, die sie auch für private Zwecke nutzen, nur zu einem reduzierten Steuersatz von 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises versteuern. Ursprünglich sollte diese Regelung nur bis 2021 gelten. Die Bundesregierung beschloss jedoch eine Verlängerung bis 2030. Im selben Zuge verlängert die Regierung auch die Regelung zu Dienstfahrrädern. Wenn Sie Ihren Beschäftigten kostenlos ein Fahrrad für dienstliche und private Zwecke zur Verfügung stellen, bleibt es für Ihre Mitarbeiter nun bis 2030 von der Steuer befreit.

Sonderabschreibung für Elektrolieferfahrzeuge

Unternehmen, die sich für neue elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge entscheiden, können ab 2020 die Hälfte der Anschaffungskosten steuerlich abschreiben. Eine Inanspruchnahme der Sonderabschreibung ist dann bereits im Jahr des Erwerbs möglich. Vorerst soll die Regelung bis Ende 2030 gelten.

Günstigere Bahntickets

Viele Arbeitnehmer fahren mit der Bahn zu externen Kundenterminen. Zwar ist die Bahn eine klimafreundlichere Alternative zum Flugzeug. Doch wirken sich die zahlreichen Preiserhöhungen für Fahrkarten aus den vergangenen Jahren auch auf die Dienstreisekosten von Unternehmen aus. Um die Attraktivität des Bahnverkehrs zu steigern, senkt die Bundesregierung die Mehrwertsteuer auf Fahrkarten im Fernverkehr. Ab 2020 gilt somit eine reduzierte Mehrwertsteuer von nur sieben Prozent. Der finanzielle Vorteil soll auch den Bahnkunden zugutekommen.

Entlastung der Unternehmen durch weiteren Bürokratieabbau

Anhebung der Kleinunternehmergrenze

Im November stimmte der Bundesrat dem dritten Bürokratieentlastungsgesetz zu. Kleine Unternehmen profitieren von dem Gesetz, denn die Regierung hebt die umsatzsteuerliche Grenze für Kleinunternehmer von 17.500 Euro auf 22.000 Euro an. Unternehmen, die im vergangenen Kalenderjahr weniger als 22.000 Euro Umsatz gemacht haben, müssen somit keine Umsatzsteuer zahlen. Das setzt allerdings voraus, dass der voraussichtliche Umsatz im laufenden Jahr bei höchstens 50.000 Euro liegt. Das dritte Bürokratieentlastungsgesetz tritt am 1. Januar 2020 in Kraft.

Höherer Freibetrag für die betriebliche Gesundheitsförderung

Um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern, bieten einige Arbeitgeber im Unternehmen verschiedene Gesundheitsleistungen wie Sportkurse oder Massagen an. Leistungen, die der betrieblichen Gesundheitsförderung dienen und den allgemeinen Gesundheitszustand der Mitarbeiter verbessern, sind zurzeit für den Arbeitgeber in einer Höhe von 500 Euro pro Arbeitnehmer und Jahr abgaben- und steuerfrei. Das dritte Bürokratieentlastungsgesetz sieht künftig eine Erhöhung des Freibetrags auf 600 Euro vor.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen und kurze Hinweise sowie nur einen groben Überblick über die zu erwartenden gesetzlichen Regelungen im Jahr 2020. Er erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch Ihren Rechtsanwalt, Ihren Steuerberater oder durch das jeweilige zuständige Amt nicht ersetzen.

Zuletzt aktualisiert am 13. Dezember 2019